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Kärnten.




Kärnten ist ein Land mit vielen Potenzialen. In vielen Bereichen hinkt Kärnten aber im Vergleich zu den anderen Bundesländern hinterher. Wir müssen Kärnten wieder nach vorne bringen.

Damit Kärnten den Anschluss nicht verliert, gilt es, auf Bundesebene die Kärntner Anliegen mit starker Stimme zu vertreten. Gemeinsam müssen wir auf die Stärken unseres Landes bauen, die entsprechenden Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen und sämtliche Hürden abzubauen, die einer guten Zukunft für unser Land entgegenstehen.

Neue Chancen für Kärnten:

Um Kärnten wieder an die Spitze zu bringen, habe ich klare Vorstellungen:

1. Wirtschaftsstandort stärken & Arbeitsplätze schaffen

Kärntens Wirtschaft ist geprägt von Klein- und Mittelbetrieben. Sie produzieren für den Inlandsmarkt, aber auch für die internationalen Exportmärkte und sind die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Deshalb gilt es, die Betriebe von Steuern und Bürokratie zu entlasten, die heimischen Wirtschaftskreisläufe anzukurbeln und die Exportchancen wahrzunehmen. Nur so können die rund 185.000 Jobs gesichert und die erforderlichen 15.000 zusätzlichen Jobs geschaffen werden, die notwendig sind, um die über dem Bundesschnitt liegende Arbeitslosigkeit zu senken.

2. Auf Kärnten-Tourismus setzen

Kärnten ist ein Tourismusland. Fast 50.000 Menschen leben in Kärnten von Jobs, die direkt oder indirekt vom Tourismus und von der Freizeitwirtschaft abhängen. Das ist jeder fünfte Arbeitsplatz, im ländlichen Raum – beispielsweise in den Oberkärntner Tourismusregionen – sogar jeder dritte Arbeitsplatz. Trotz vieler positiver Entwicklungen in den letzten Jahren kämpft Kärnten im Tourismus mit einem Investitions-Rückstau. Ländliche Regionen in Kärnten sind im Österreich-Vergleich Nächtigungs-Schlusslichter. Hier müssen wir wieder neue Perspektiven schaffen und vor allem Bürokratiehürden abbauen.

3. Bäuerliche Landwirtschaft und ländlichen Raum stärken

Dem ländlichen Raum kommt in Kärnten besondere Bedeutung zu. Er ist nicht nur Lebens- und Wirtschaftsraum, sondern auch Grundlage für den Tourismus. Der ländliche Raum in Kärnten kämpft mit vielfältigen Herausforderungen. Insbesondere die Abwanderungsprognosen für die Kärntner Regionen sind im Bundesschnitt dramatisch. Deshalb braucht es eine politische Offensive für den ländlichen Raum in ganz Österreich, die vor allem Kärnten besonders zugutekommen soll. Die bäuerlichen Familienbetriebe sind der Motor des ländlichen Raums. Sie brauchen stabile Rahmenbedingungen und mehr Wertschöpfung aus der Produktion.

4. Vorreiterrolle bei Bioenergie ausbauen

Mit einem Anteil erneuerbarer Energien von fast 52 Prozent ist Kärnten Spitzenreiter in Österreich. Mit dem weiteren Ausbau von Erneuerbarer Energie und mehr Energieeffizienz müssen wir die Abhängigkeit, die durch Energieimport entsteht, weiter reduzieren. Ziel ist es, die effiziente und nachhaltige Nutzung unser natürliche Ressourcen. Die Politik muss dafür die richtigen Rahmenbedingungen setzen um den Einsatz erneuerbarer Energiequellen und des heimischen Rohstoffes Holz weiter voranzutreiben.

5. Das Miteinander stärken – Soziales in den Vordergrund stellen

Wir leben in einer Gesellschaft mit vielen Gemeinschaften. Das Miteinander dieser Gemeinschaften müssen wir stärken, die Generationen zusammenführen, die Potenziale erkennen und die Eigenverantwortung in den Vordergrund rücken. Junge Menschen brauchen Zukunftschancen und sichere Perspektiven. Die ältere Generation braucht Sicherheit. Familien müssen wir stärken, denn sie sind der Kern unseres Zusammenlebens. Die soziale Säule ist das Rückgrat unserer Republik. Unser Gesundheitssystem muss daher nachhaltig und effizient aufgestellt werden, um beste Gesundheitsleistungen sicherzustellen. Damit auch Frauen im ländlichen Raum eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Familie und Beruf haben, müssen ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen auch abseits der Städte geschaffen werden.

In Kärnten muss die Pflegereform rasch zur Umsetzung kommen. Die neue Heimverordnung muss mehr Personal für Heime und Spitäler bringen. Die Gemeinden sind in Kärnten finanziell am Limit, das Land muss mehr Ressourcen für den Pflegebereich bereitstellen und eine Qualitätssicherung garantieren.